Dezember 15th, 2008 Faky
… und zurück kommt er auch. Die Details stehen fest liebe Leute.
SQ326 Singapore (SIN) -> Frankfurt am Main (FRA)
Ankunft am 17.03.2009 um 20:35 Uhr
Damit sollte alle Neugier gestillt und alle Nachfragen abschließend geklärt sein, oder?
Man sieht sich

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Dezember 13th, 2008 Faky
In Broome mussten wir uns vom Baden im Meer verabschieden. Ab hier regierne die Crocs und Würfelquallen das kuehle Nass. Allerdings war das gar nicht schlimm, da es in den folgenden Tagen Süßwasser in Hülle und Fülle geben sollte. (sowohl in Form von Regen als auch Flüssen und Seen)
Außerdem ging es von Broome aus durch 1400km ohne jegliche Attraktion. Naja, nicht dass es keine gab, nur alle die es gab waren für uns mangels 4-Wheel-Drive oder Wetseason nicht erreichbar. Wir fuhren in zwei Tagen, mit einem Zwischenstopp am Lake Argyle, Australiens größtem Süßwasser-Reservoir. Hier hat man einfach nen Fluss eingedammt, was in Australien nicht so dass Problem ist. Die einzigen die umgesidelt werden mussten waren die Einwohner und Kühe einer Farm. Dementsprechend ragen bei Niedrigwasser auch keine Kirchtürme ausm Wasser…

Nächster Stop war schon Katherine. Hier traf man mit voller Wucht wieder auf Zivilisation, nachdem die vorherigen Tage hauptsächlich von Straße und dem gelegentlichen entgegenkommen eines 80t Road-Trains geprägt waren. Der Stuart Highway verläuft in Katherin von Darwin bis Adelaide und entsprechend viel Verkehr herrscht hier. Wir fuhren nach kurzem Aufstocken der Vorräte in den Nitmiluk National Park, heim des berühmten Katherin Gorge. Dabei handelt es sich wieder mal um ne Sandstein Schlucht mit dazugehörigem Fluss (dem Katherine River, sehr kreativ). Hier kann man Boot fahren, Kanu fahren und schwimmen. Dazu gabs nen tollen und billigen Campingplatz mit Pool direkt am Gorge.

Am Campingplatz trafen wir wiedermal ne Menge Deutsche. Aber diesmal auch welche mit ner krassen Geschichte: Ein Ehepaar aus Thüringen, Mitte 50, die seit 18 Monaten mit dem Fahrrad unterwegs sind. Von Deutschland is Australien! Unterbrochen nur von 6 Monaten “Ferien”, wie der Kollege das nannte, im Jemen sind sie die gesamte Strecke gefahren, mal abgesehn von den offensichtlichen Flugstrecken. Sein Favorit auf dem Weg war der Jemen und der Iran. Seien sehr schöne Urlaubsländer voller freundlicher Menschen. Vielleicht probier ich das mal aus…
Am selben Platz kam dann am Abend ein Bus an. Wir dachten schon: oh mein Gott schon wieder so ein Tourbus. Und zweifelsohne, in wenigen Minuten war der gesamte Rasen voller kleiner Zelte und die Tourmitglieder strömten wie die Ameisen. Das wars dann mit der Ruhe. Aber diese Leute hatten eine sehr abgefahrene Story zu erzählen: Auch sie waren nämlich den gesamten Weg von Europe bis nach Australien auf dem Landweg gereist. Mit dem Bus gings quer durch Europa, den nahen/mittleren Osten, Indien, Birma, Süd-Ost Asien bevor es letztlich per Flugzeug nach Darwin ging. Nach 3 Monaten ist die Reise dann Sydney zu Ende. Schon sehr aufregend, auch wenn mehre Gruppenmitglieder von gruppendynamischen Spannungen berichteten. Sie seien grade froh mal wieder andere Touristen zu treffen.
Nach zwei Nächten mit Pool gings dann zu natürlichen Pools bei den Edith Falls. Das Wetter war ein letztes mal gnädig, bevor es am abend zum ersten mal richtig derb regnete. Zum Glück gelangen mir noch einige Fotos.

Im Anschluss gings mit schlechter werdendem Wetter in den Kakdu National Park. Auch hier fehlte uns mal wieder die richtige Saison/das richtige Fahrzeug. Dennoch gabs nen Wasserfall und ein wenig echte Aboriginal Art auf Felsen zu sehen.

Außerhalb des Parks kamen wir an nem Krokodilwohngebiet vorbei. Der Adelaide River ist Brutstätte und Heim für ne ganze Menge ganz schön großer Salzwasser Crocs. Wir begaben uns todesmutig auf ein kleines Boot um einer Fütterung beizuwohnen. Diese Krokos haben nämlich ne spezielle Technik drauf um Vögel über der Wasseroberfläche zu fangen. Sie springen aus dem Wasser und schnappen zu. Ziemlich beeindruckend bei so 4-6m Krokodil…


Achja, die eigentlichen Empfänger dieser Spezialbehandlung haben wir auch noch gefüttert. Raubvögel aller Art, die sich an den Resten des Krokodil-Mahls gütlich tun.

Unsere letzte Etappe führte uns in den Litchfield National Park, wo wir nächtlich ordentlich durchnässt nochmals einige sehr schöne Wasserfälle anschauten. Außerdem gabs natürlich auch immer die Möglichkeit in den Pools unter den Fällen zu baden.

So, das waren unsere 24 Tage und gut 7500km in Kurzform. Da es meistens weite Distanzen zurück zu legen galt verbrachten wir sehr viel Zeit mit Fahren. Außerdem geht es im Westen Australiens meist und vor allem zu dieser Zeit sehr gemächlich zu, so dass ich bestimmt 8 Bücher gelesen hab. Insgesamt wars ein sehr schöner Trip und Michel und ich hatten ne gute und vor allem sehr entspannte Zeit. Ich hatte mehr als genügend Möglichkeiten mit meiner Kamera zu spielen (Gott bin ich froh dass ich die gekauft hab) und ansonsten zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und einfach mal NICHTS zu tun.
Mittlerweile ist es der dritte Tag in Darwin, und ich glaube wir haben schon alles gesehn. Zum Glück gibts hier kostenloses Internet
Hier noch ein paar Bilder von gestern und heute:

Ich wünsche ein geruhsames Wochenende und nen schönen dritten Advent! (OHA!)
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Dezember 12th, 2008 Faky
Teil 2: Exmouth bis Broome
Nachdem in Coral Bay der camping Platz ein wenig teuer war gings weiter nach Exmouth. Das sollte laut Lonely Planet ein relativ geschaeftiger Ferienort sein. Bei nur 2000 Einwohnern war ich ein wenig skeptisch, und letztendlich war da auch tote Hose. Nicht mal Netz hatte ich da und die emus liefen ueber den Campingplatz :o
Dafuer gabs aber den Cape Range National Park mit nem ganz netten Walk und Schnorcheln am Niungaloo Reef. Und das direkt vom Strand weg. Vom Riff natuerlich wieder keine Fotos… Ich sollte mir vielleicht doch fuer 1000$ ne Unterwasserhuelle kaufen

Nach 3 Tagen um Exmouth gings dann in den Karijini National Park. Dort gabs Wasserfaelle und nette “Plunge Pools” zum schwimmen. Wir fuhren ueber 700km an dem einen Tag und verbrachten daher auch gleich mal zwei Naechte im Park… ohne Dusche. Hier gabs natuerlich auch wieder deutsche Traveller zu treffen.
Das ist sowieso das schlimmste an der ganzen Sache: Ich glaub an der West Coast gibts mehr Deutsche als Australier. An jedem einzelnen Camping Platz den wir besucht haben in den letzten vier Wochen sprach mindestens eine Person deutsch. Das macht fast kein Spass mehr hier.
Aber sich darueber aufzuregen macht auch kein Sinn, daher weiter im Text

Naechster Stop war Port Hedland: Hier werden 30% des weltweiten Eisenerz Vorkommens verschifft und in der umliegenden Region abgebaut. Das muss man sich mal vorstellen. Teaglich legen da 4-8 Schiffe mit gut 200.000t Eisenerz ab. Entsprechend sah es da aus: Was nicht von rotem Staub bedeckt war wurde von Biertrinkenden Minenarbeitern belagert. Nicht grade romantisch aber irgendwie eindrucksvoll.

Ein weitere Weihnachts-Kulturdifferenz traf ich hier auch an: den Weihnachtsleguan. Er sass mitten in einem voll dekorierten Vorgarten und sieht auch irgendwie nicht ganz gluecklich aus dort.

Von Port Hedland gings dann gleich weiter bis Broome, was mal wieder gut 600km waren. Wir unterbrachen dann den Trip in Cape Keraudren, einem kleinen Nature Reserve 150km von Port Hedland. Hier sollte man Schildkroeten bei der Eiablage beobachten koennen. Die blieben leider aus, denn wir hatten Neumond. Unglueckliches Timing. Stattdessen wurden wir beim Abendessen von einer Krabben-Armee ueberfallen. Zum Glueck sind die Viecher nur so 5cm hoch. Sonst haetten wir en Problem gehabt. Der Boden war naemlich ziemlich mit denen bedeckt…

Ansonsten stand hauptsaechlich das an:

und ab und zu, wenn der Nerd mal wieder durch kommt, noch das (mein neuer Lieblingsarbeitsplatz
):
In Broome angekommen gabs endlich mal wieder halbwegs vernuenftige Zivilisation. Wir haben uns dem Internet hingegeben sowie direkt mal zwei Filme im Kino geschaut (siehe altes Post). James Bond alleine mittags um 12 und dann noch Australia im aeltesten Outdoor Kino der Welt.
Ansonsten gibts in Broome eigntlich auch nichts. Ausser das es immer heisser wurde und ich mir nen Hut kaufen musste. Und zum Glueck hab ich auch nen Fliegennetz gekauft, denn die Viecher wurden auch immer laestiger. Das schoenste in Broome war Cable Beach. Bei Ebbe ( was tagsueber meistens war) sah der Strand endlos aus und man konnte da top spazieren gehn. Und die Sonnenuntergaenge… Sehr schoen!

So, den letzten Teil der reiise gibts dann morgen oder so. Ich sitze grade in der NT State Library (kostenloses Internet, YAY) nachdem wir heute unseren Camper abgegeben haben. nach 4 Wochen wurds dann auch Zeit. Aber gut gehalten hatter der Gute. Bin jedenfalls froh dass alles geklappt hat und die Kiste uns nicht unterm hintern zusammengebrochen ist. Werde mir wohl noch ne neue externe Festplatte besorgen muessen, da die Fotos mittlerweile ne menge Platz einnehmen. ich kann ja schliesslich einfach keine Fotos machen…
Ich wuensch euch was!
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