Unterwegs und die gute alte Heimat

Feuchtes Darwin

Dezember 11th, 2008 Faky

Hallöle,

wir sind da! Zwei Tage zu früh allerdings. Die Wetseason hat uns quasi voll erwischt. Jeden Nachmittag gibt es ordentlich Gewitter und Regen. Und da unser kleiner Wicked-Camper nicht grade eine luxuriöse Innenausstattung hat wurde es schon ziemlich unangenehm. Dazu kam auch noch dass alles aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit komplett nass war und auch nicht wieder richtig trocken wurde. Daher entschieden wir uns zwei Tage früher als geplant nach Darwin zu fahren und uns in die wohlgekühlte Umgebung der YHA Darwin zu begeben. Das gibt mir jetzt Zeit ausführlich von den letzten 24 Tagen zu berichten und auhc endlich die Fotos hoch zu laden…

1. Woche: Perth bis Coral Bay

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Am Anfang war erstmal ne Menge fahren angesagt um den Fängen der abgelegensten Großstadt der Welt zu entkommen. Perth hat in alle Himmelsrichtungen mindestens 1500km nichts, bevor man auf eine größere Menschenansammlung stößt. Direkt neben Perth liegt noch ein quasi Stadtteil, der sich Fremantle nennt und nen ganz ordenltichen Hafen hat. Nachdem wir also den Camper aufgegabelt hatten (und ich auch ein wenig vom Zustand desselbigen schockiert war) sind wir erstmal in Richtung Freo um einzukaufen. In Freo selbst gabs gar nicht so viel zu sehn. ein paar alte Hafengebäude und eine ganz nette Innenstadt verführten uns dazu direkt mal frisch-fromm-fröhlich-frei auf unsere Tour nach Darwin zu starten.

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Irgendwo unterwegs in nem kleinen Surfernest hatten wir gleich mal die erste Panne mit unserem Wickedcamper. Es stellte sich heraus das unsere Batterie im Auto es nicht verträgt wenn man das Licht für 15 Minuten an lässt. Im weiteren Verlauf der Reise fanden wir dann auch noch heraus das man das Auto besser nicht länger als 2 Tage stehen lässt. Wir waren ein Stück schlauer.
Die erste Nacht verbrachten wir unspäktakulär in Cervantes. Es gibt allerdings ein paar schöne Fotos :)

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Am nächsten Tag gings noch zu den Pinnacles (Sandsteinverwitterungsreste in nem sandigen Fleck mitten im Bushland) und dann weiter nach Kalbarri. Hier gabs nen schönen Nationalpark mit einigen Gorges (Schluchten) und wir gingen auf nen kleinen Hike. Ich lenrte meine zweite Lektion: Den Autoschlüssel aus der Badehose nehmen wenn man ins Wasser geht. Nachdem ich den Schlüssel erfolgreich im indischen Ozean versenkt hatte, stellte sich zum Glück heraus dass der Vermieter einen Ersatzschlüssel mit ner spax-Schraube hinter die stoßstange geschraubt hat. Mir fielen 10 Steine vom Herzen… In Kalbarri trafen wir dann auch noch zwei Mädels aus England, die uns die nächsten paar Tage verfolgten. Sie waren auch in nem Wickedcamper unterwegs und hatten Borat auf der Seitenwand. Die Borat-Mädels waren für nur zwei wochen aus den UK rüber geflogen fuhren in der Zeit von Perth bis Exmouth und zurück. Nach zwei Nächten Kalbarri gings weiter nach Shark Bay. Achja, am Morgen fand Michel noch den versenkten Schlüssel im Meer… Ich bin zu tausendfachem Dank verpflichtet.

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Shark Bay, eine World Heritage listed area, ist eine Ansammlung von Kuriosen Sights: (1) Stromatholithen – felsen- und sauerstoffbildende Bakterienkulturen, die vermutlich die ersten Lebensformen auf unserem wunderhübschen Planeten waren, wachsen (wenn auch eher langsam – 30000 Jahre für so nen kleines Stück Fels) hier fröhlich weiter. Es gibt nur wenige weitere Vorkommen dieser Urgesteine der Erdgeschichte. Visuell kaum beeindruckend, aber rein konzeptuell kann es einem wohl den Atem rauben.

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(2) Shell Beach – ein Strand der nur aus Muscheln besteht. In der Bucht davor gibts Muschelgesellschaften die als Abfall quasi Muschelschalen produzieren. Die werden hier angeschwemmt, verdichtne sich im Laufe der Zeit und können dann als Baumaterial (Muscheln sind auch nur Kalk), nämlich als Mauersteine, abgebaut werden.

(3) Tiere!! – Erstmal konnte man von eineigen Lookouts kleine Haie durchs Wasser schwimmen sehen, aber in einem kleinen Resort namens Monkey Mia gibt es auch noch wilde Delphine die täglich zum Strand kommen (freiwiliig) und dann vom Parks and Wildlife Service gefüttert werden. Ich durfte sogar auch einen Fisch verabreichen. Leider kommen immer mehr Touristen dorthin, was das ganze ein wenig zum Spektakel macht…

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Nach einer nacht im schmucklosen Carnavon ging es nach Coral Bay, einer kleinen Kommune vor Exmouth. Hier gibts es keine Infrastruktur, so dass Wasser und Strom selbst erzeugt werden. Das hindert das Dörfchen nicht daran allerlei toruistisches anzubieten. Ich machte eine kleine Tour um mit Manta-Rochen zu schnorcheln. Und war das abgefahren. Mit einem 4m breitem etwas, das nicht wirklich nach Fisch aussieht, durchs Wasser zu gleiten war surreal und majestätisch zu gleich. Wenn man den Kopf aus dem Wasser genommen sieht alles normal aus, schaut man wieder runter gleitet da dieser alien-artige Bewohner unserer Meere neben einem her. Einfach nur unbeschreiblich. Leider keine Fotos, für ne Unterwasser-hülle hats nicht gereicht. Außerdem wars auch etwas trübe, so dass Fotos eh nicht geworden wären. Nach ein wenig schnorcheln am Ningaloo Reef war die Tour nach nem halben Tag auch schon zu Ende. Am Vorabend hatten wir noch nen recht schönen Sonnenuntergang, mit dessen Bild ich mich für heute verabschieden möchte.

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Mehr gibts morgen oder später. Je nachdem wie mir danach ist… Der Regen hat übrigens grade wieder aufgehört, so dass vielleicht gleich mal ein Trip zum supermarkt zwecks Abendessen möglich sein könnte! Achso, ich bin ja jetzt auch wieder erreichbar! Zeitverschiebung ist im Moment +8,5h (das mit der halben Stunde werd ich wohl nie verstehen). Schreibt mir ne SMS mit ner Festnetznummer auf der ich anrufen kann wenn ihr angerufen werden wollt. Ich sollte innerhalb der nächsten halben Stunde rückrufen können. Achja… Ich schlafe auch manchmal (Wink an den Herrn Neeb und meine Eltern!!).

Ba ba

P.S.: Mehr Bilder gibts schon hier…

Australia - West Coast

Half-Time

Dezember 1st, 2008 Faky

Servus Leute,

ich kann mal wieder der Sucht fröhnen. Bin in Broome und zahle 5$ pro Stunde Internet. Bilder hochladen ist leider nicht so wirklich drin, da es weiterhin brechend langsam ist. Ich erzähl einfach bissl was…

Also mittlerweile sind Michel und ich 14 Tage unterwegs. Und mal abgesehen von den weiten Strecken die zurückzulegen sind ist es an der West Coast sehr entspannend. Es gibt zwar nicht allzuviel zu sehn, dafür ist es aber ruhig und die Landschaft ist auch sehr pituresque. Wir haben dann mittlerweile auch schon mehr als 4000km hinter uns, gut 2000km liegen noch vor uns.

Unsere Tage bestehen also aus fahren, lesen, in der Sonne liegen, essen und schlafen. Entsprechend gibt es auch gar nicht viel zu berichten. Würde euch gerne Bilder zeigen, aber daran ist im Moment nicht zu denken. Es ist einfach total entspannend. Nachdme es zunächst nachts noch gut kalt wurde, sind wir jetzt in tropischeren Gefilden angekommen, sodass man mehr schwitzt als schläft. Aber das war in der Wet-Season wohl zu erwarten.

Achso, ich wollte euch nochmal ans unseren kulinarischen Dinner-Highlights teilhaben lassen: In den letzten 14 Tagen gabs jeden Abend Pasta mit Tomatensauce, grünem oder rotem Pesto. Ausnahmsweise hatten wir zwei mal Steak (einmal zur Feier des Tages als ich den Schlüssel versenkt habe), einmal Chili aus der Dose und einmal Reis mit Sauce ausm Glas. Wenn das mal nicht gesund ist!! ;)

Achja, und zum Frühstück quälen wir uns mit australischem Brot, da mittlerwiele die deutschen Einflüsse nicht mehr weit genug reichen, obwohl mindestens jeder 1,5te Tourist aus good old Germany kommt.

Zum Schluss noch ne Filmempfehlung: Australia! Großartiger Film, evtl. aber auch nur wenn man ihn in Broome im ältesten Open Air Kino der Welt sieht ;)

Ich muss denn ma…

Marian

P.S.: Wenn mir jemand noch den neuen Bond film erklären könnte wäre ich sehr dankbar. Konnte leider Casino Royale vorher nicht noch mal anschauen!